Letzte Woche wurde wieder fleißig gearbeitet. Zum einen haben wir die Rabattplatten auf der östlichen und westlichen Seite der OGV-Heimat gesetzt, zum anderen Obstbäumchen, Beerensträucher und fruchttragende Ziersträucher rund ums Grundstück herum gepflanzt. Dazu musste ein Teil der Fläche zunächst mit einer Fräse gelockert werden. Das alles war bei dem herrlichen Wetter eine Menge schweißtreibender Arbeit - dafür nochmal einen ganz, ganz herzlichen Dank an alle Mithelfer für ihren Einsatz. 


Vor die frisch gepflanzten Sträucher wollen wir zur Straße hin Zwiebelpflanzen setzen. Falls jemand Narzissen, Tulpen, Krokusse, Schneeglöckchen, Blausternchen hat, die verblüht sind und für die er/sie keinen Platz zum Auspflanzen hat, bitte einfach vor die OGV-Heimat stellen – sie werden umgehend eingepflanzt und können dann im nächsten Jahr hier blühen und neben dem schönen Anblick eine frühe und wichtige Nahrungsquelle für Insekten darstellen.

 

 

 

 

 

Der OGV Gültstein möchte das Grundstück neben seinem Vereinsheim nutzbringend und zukunftsweisend anlegen.

Da der große Verlust der Artenvielfalt im Bereich der Insekten derzeit ein großes Thema ist, wollen wir einen Garten anlegen, der einer größtmöglichen Anzahl an Insekten eine Heimat bieten kann. Dabei orientieren wir uns am Konzept des „Drei-Zonen-Gartens“ nach Markus Gastl.

In der äußeren Zone, der Pufferzone, wollen wir Sträucher pflanzen, die Nahrung und Lebensraum bieten und zudem (auch für Menschen) essbare Früchte tragen. In der Hot-Spot-Zone soll der Boden abgetragen werden, da auf mageren Böden Lebensraum geschaffen wird für eine große Anzahl an Pflanzen und Tieren, die auf den gut gedüngten landwirtschaftlichen Flächen keine Chance haben. Zudem sollen besondere Habitate geschaffen werden in Form von Steinhäufen, Kiesbeeten, Totholzhaufen, Sandkuhlen usw.

In der Ertragszone wollen wir dann exemplarisch verschiedene Beete in Permakultur anlegen, die einen großen Ertrag an selbstangebautem Gemüse auf kleinem Raum ermöglichen.

Ergänzend werden wir auf dem Streifen zur Ammer hin vier Spindelobstbäumchen pflanzen, mit einer Wildkräuterwiese als Unterwuchs und in den Streifen südlich des Schuppens Beerensträucher.

Mit dem Garten soll veranschaulicht werden, dass auch auf kleinem Raum das Gute mit dem Nützlichen verbunden werden kann und jeder Gartenbesitzer einen Beitrag zum Schutz der für uns so wichtigen Insekten leisten kann. Angedacht sind auch kleine Tafeln mit Erläuterungen zur Anregung und Umsetzung eines insektenfreundlichen Naschgartens. Zudem planen wir Aktionen wie Schnittkurse, Nistkastenbauen, Weidenzaun flechten u. a., um noch mehr Aufmerksamkeit auf den Garten und damit die Thematik zu lenken.

"Insektensterben": Initiative "Bunte Wiese" empfiehlt späteres und selteneres Mähen von Streuobstwiesen und Rasen

Der gegenwärtig zu verzeichnende Insektenrückgang betrifft nicht nur auffällige Gruppen wie Bienen und Schmetterlinge, sondern die ganze Bandbreite von Insekten unserer Offenland-Lebensräume. Eine der Ursachen liegt in der zu frühen und zu häufigen Mahd unserer Wiesen und betrifft nicht nur Wirtschafts-Grünland, sondern auch Streuobstwiesen, Wegränder, öffentliche Grünflächen sowie Grünanlagen in Privatgärten und Gewerbegebieten. Wird zu früh (vor Mitte Juni) und zu häufig (mehr als zweimal pro Jahr) gemäht, verhindert dies bei vielen Wiesenpflanzen, von der Blüte bis zur Samenreife zu gelangen. Dieser Prozess benötigt im Durchschnitt sechs Wochen. Auch Schmetterlinge, Käfer und andere Insekten profitieren von der späten und selteneren Mahd; sie können sich dadurch vom Ei über die Larve bis zum geschlechtsreifen erwachsenen Stadium entwickeln. Eine zu frühe und zu häufige Mahd unterbricht diesen Prozess. Sie wirkt gleichsam wie ein Staubsauger, wodurch die Pflanzen- und Tiervielfalt unserer Grünflächen zunehmend verarmt. Darunter leiden auch die insektenfressenden Vögel.

Die Mahd mit Schlegelmähern ist für die Kleintierwelt meist tödlich. Besser wäre die Mahd mit Balkenmäher oder, wer es kann und je nach Fläche, mit einer Sense.

Wichtig  ist auch, dass das Mähgut von der Fläche entfernt wird. Man denkt beim Mähen oft automatisch, dass auch abgeräumt wird, aber wie man beobachten kann, wird häufig nur gemulcht. Dadurch wird, je nach Länge des Schnittguts, die nachwachsende Krautschicht verdämmt, und es verbleibt ein Teil der Nährstoffe in der Fläche. Die Aushagerung durch Entnahme des Mähguts ist ein wichtiger Nebeneffekt.

Jede(r) kann auf der eigenen Obstwiese oder im Hausgarten dazu beitragen, dieser Verarmung entgegenzuwirken. Streuobstwiesen sollten frühestens erst ab Mitte Juni gemäht werden und danach maximal nur noch einmal im Spätsommer. Zudem sollten 10% der Wiesenflächen über den Winter ungemäht bleiben, da diese Strukturen Insekten als Winterquartiere und Vögeln als Winternahrung dienen. Gleichzeitig sollten die Mähbalken auf 10 cm Höhe eingestellt werden, damit die an den Pflanzen sitzenden Insekten beim Mähen geschont werden.

Weitere Tipps zur Gestaltung naturnaher Gärten und zu nachhaltiger Wiesenpflege finden sich unter: www.buntewiese-tuebingen.de

Pilotprojekt Schnittgutentsorgung

Heimische Streuobstwiesen brauchen Pflege

 

In einem Pilotprojekt wird in diesem März das Schnittgut der Obstbäume im Bereich zwischen Herrenberg und Autobahn auf den Feldwegen entlang den Obstwiesen kostenlos eingesammelt und entsorgt.

 

Um die heimischen Streuobstwiesen zu erhalten, sind gewisse Pflegemaßnahmen unerlässlich: Mindestens alle zwei Jahre benötigen die Bäume einen Pflegeschnitt. Zum Ende des Winters ist die beste Zeit dazu. Für die vielen Streuobstwiesenbesitzer ist nicht nur der richtige Baumschnitt eine Herausforderung, sondern auch die Abfuhr des anfallenden Schnittgutes. Um diese Hemmschwellen den privaten Streuobstwiesenbesitzern zu nehmen und sie bei der Pflege der Streuobstbäume zu unterstützen, hat der Landkreis und die Stadt Herrenberg das Pilotprojekt "Weg mit dem Holz" zwischen Herrenberg und Gültstein ins Leben gerufen.

Mit diesem Pilotprojekt soll der Bedarf einer kostenlosen Schnittgutentsorgung getestet werden. Das Schnittgut soll entlang der Wege innerhalb des Gebietes (zwischen östlichem Stadtrand Herrenberg/Ziegelfeld und Gültstein, nördlich der Bundesstraße 28 und Autobahn A81) zur Abholung deponiert werden. Innerhalb der Gebietskulisse sind entsprechend Informationstafeln aufgestellt. Thomas Wappler vom Bürgerprojekt  und Eugen Schuker vom OGV Herrenberg hoffen,dass möglichst viel Schnittgut entlang der Wege deponiert wird und so die Unterstützungsaktion angenommen wird. Ohne dauerhafte Baumpflege ist die heimische Kulturlandschaft der Streuobstwiesen und deren ökologische Vielfalt nicht zu erhalten.

(Amtsblatt Ausgabe 07/2019)

 

Der OGV Gültstein beteiligt sich ebenfalls an der Aktion, so dass Streuobstbesitzer, deren Grundstücke nicht direkt an die Abholungs-Route grenzen, ihr Schnittgut auf der OGV Wiese beim Hutner-Häusle ablegen können.

Weitere Informationen können dem Flyer entnommen werden. Bitte hier für den Info-Flyer klicken!

 

 

 

Landmaschinentage in Gültstein

 

Auch in diesem Jahr hat der OGV Gültstein bei den Landmaschinentage die Firma Claas in Gültstein unterstützt: zusammen mit "Total Vokal" sorgte der OGV Gülstein für Speis und Trank am Samstag 27.02. und Sonntag28.02.2019. Bei sehr schönem Frühlingswetter kamen viele Besucher aus Fern und Nah, und so mancher nutzte die Gelegenheit nicht Mittagessen kochen zu müssen oder auch die große Kuchenauswahl zu genießen.

Vielen Dank an alle Helfer!

 

 

Rückblick auf die Jahreshauptversammlung des OGV Gültstein am 07.02.2019


Am DonnerstagAbend 07.02.2019 fand die 27. Jahreshauptversammlung des OGV Gültstein im Feuerwehrhaus statt.
Andreas Glasbrenner eröffnete die Sitzung vor dem fast voll besetzten Saal. In seinem Bericht ließ er das Vereinsjahr Revue passieren und sprach aktuelle Themen an.


Die Aktivitäten des vergangenen Jahres wurden im Schriftführerbericht nähers erläutert. Im anschließenden Kassenbericht erläuterte Kassiererin Nicole Riethmüller der Versammlung die aktuellen Zahlen. Kassenprüfer Ernst Zeeb bescheinigte der Versammlung eine tadellose Kassenführung und schlug der Versammlung die Entlastung vor. Im Anschluss führte Ortsvorsteher Kauffeldt die Entlastung der gesammten Vorstandschaft durch. Diese wurde von der Versammlung einstimmig entlastet. In seinem Grußwort überbrachte Ortsvorsteher Kauffeldt die Grüße der Verwaltung und sprach aktuelle Themen an.

Auch Wahlen standen auf dem Programm. Zu wählen waren der 1. Vorsitzende Andreas Glasbrenner für 3 Jahre, der 2.Vorsitzende Günter Wörn ebenfalls für 3 Jahre und der Beisitzer Hannes Roller für 1 Jahr.


Alle Kandidaten wurden einstimmig von der Versammlung für eine weitere Amtszeit gewählt. Beim Tagesordnungspunkt Ehrungen gab es folgende Ehrungen für 10 Jahre Mitgliedschaft Herbert Unsöld und Siegbert Kegreiß.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Rudolf Aicheler, Gerhard Friedrichs, Karl Gässler, Helmut Gauss, Rainer Kegreiß, Axel Krauss, Helga Plümper, Gerhard Riethmüller, Gerhard Schmid, Wolfgang Waschkau.


Die Ehrung wurde von Hartmut Lonzer vom Kreisverband durchgeführt. Am Schluss bedankte sich der 1. Vorsitzende bei Allen und verwies noch auf die Termine in 2019.