Entstehung und Gründung des Obst- und Gartenbauvereins Gültstein e.V.
 

Im März 1992 trafen sich einige Streuobstwiesenbesitzer im Gasthaus Akropolis in Gültstein um über die Gründung eines Obst- und Gartenbauvereins zu diskutieren. Teilnehmer: Jakob Marquardt, Walter Marquardt, Mathias Ormos, Wilhelm Binder, Rolf Schmidt, Hermann Kapp und Fritz Schüfer.

So ein Verein wäre aus ihrer Sicht in Gültstein dringend notwendig, denn die Vielfalt an Themen wie z.B. Pflanzenschutz, Qualitätsobst, Vermarktung werde immer vielseitiger und unüberschaubarer. Zudem kommen noch Wasserschutzgebiete und andere Auflagen hinzu. Einige der Anwesenden waren bereits Mitglied in einer Baumwartvereinigung oder im Arbeitskreis Erwerbsobstbau und erhielten in diesem Zusammenhang wichtige Informationen für ihre Arbeit. Dass dies auch auf breiter Ebene in Gültstein dringend notwendig wäre war man sich einig. So konnte man sich vorstellen, dass es regelmäßig eine Art Rundschreiben gibt, das mit vielen Informationen zu den unterschiedlichsten Themen verteilt wird. Dies war letztendlich auch der springende Funke zu intensiveren Gründungsgedanken. Auch der Gedanke, dass man mit so einer Idee jüngere Leute für die Sache begeistern könnte stand ebenfalls im Vordergrund, denn der heimische Obstbau sollte doch für die folgenden Generationen erhalten bleiben. Positive Beispiele gab es ja bereits genug bei unseren Nachbargemeinden der Stadt Herrenberg. Die vielen Anregungen und Gedanken, die so an jenem Abend zur Sprache kamen, gaben dann letztendlich den Startschuss bzw. die Notwendigkeit für die Gründung des Obst- und Gartenbauvereins in Gültstein.

Für den 22. April 1992 wurde dann auf breiter Basis zu einer Gründungsversammlung in die TV – Gaststätte eingeladen. Anwesend war auch der Kreisvorsitzende der Obst- und Gartenbauvereine Herbert Weber: seine ermunternde Worte trugen ebenfalls zur positiven Entwicklung bei.

Man setzte sich zum Ziel, an jenem Abend bereits eine Führungsmannschaft für eine erste Wahlperiode zu finden. Mit Hermann Kapp und Rolf Schmidt, die sich für eine Wahl zum 1. und 2. Vorsitzenden zur Verfügung stellten, war bereits eine gute Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Umsetzung geschaffen. Von Anfang an eine Frau in dieses Gremium zu finden ist leider nicht gelungen. Weitere Personen wie Ernst Zeeb, Ernst Braitmaier, Rudi Asch, Günter Wörn, Fritz Schüfer, Erich Süsser, Mathias Ormos und Helmut Plaz hatten sich ebenfalls für ein Mitwirken durchgerungen, so dass am Ende der Versammlung bereits eine komplette Führungsmannschaft stand. Fast alle Anwesenden hatten sogleich auch ihre Mitgliedschaft bekundet. Am Ende hatte man mit 58 Personen gleich eine gute Ausgangsbasis für einen neuen Verein.

Unsere Ziele: Erhaltung und Förderung der Kulturlandschaft sowie des Obst- und Gartenbaus. Aufbau von Jugendarbeit. Interesse bei Kindergärten, Schulen und an internen Veranstaltungen bei Eltern und Kindern für die Sache zu wecken.

Nach der Gründung ging es mit dem Verein stetig bergauf. Das Interesse ist bei der Bevölkerung groß und die Mitgliederzahl stieg kontinuierlich. Mit bewährten, aber vor allem auch neuen, noch nie dagewesenen Aktivitäten, hatten wir das Interesse vieler Leute auch außerhalb von Gültstein geweckt.
Im Jahr 1996 mussten wir uns aus gesundheitlichen Gründen von unserem 1. Vorsitzenden Hermann Kapp verabschieden. Als Nachfolger wird Helmut Plaz in der Mitgliederversammlung bestellt. Den 2. Vorsitz gab Rolf Schmidt 1998 an Günter Wörn ab.
Im Jahre 2001 ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Mit Esther Kegreiß konnten wir erstmals eine Frau in unser Gremium gewinnen.
2005 folgte als 2. Frau Heiderose Schmid.Das war sehr wertvoll für uns, für unsere Jugendarbeit und insgesamt für unser Tun und Sein.  
Im Jahr 2002 feierten wir in der TV – Halle 2 Tage lang unser 10 - jähriges Bestehen. Ein buntes und humorvolles Programm in der herbstlich dekorierten Halle lies den Abend kurzweilig erscheinen. Der Liederkranz Gültstein- Tailfingen umrahmte das Programm. Im Anschluss wurde auch das Tanzbein geschwungen. Der Sonntag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst. Gestaltet mit dem Posaunenchor und den Kindergärten. Nachmittags Spielte der Musikverein zur Unterhaltung auf. Vor der Halle war historisches Mosten und Kürbisschnitzen angesagt. Auch eine Mal- und Bastelecke war eingerichtet.
2004 schieden Horst Schmid, Hans Wächter, Fritz Schüfer und Erich Süsser als Auschußmitglieder aus. Andreas Glasbrenner rückte nach.
2005 musste aus gesundheitlichen gründen Mathias Ormos sein Amt als Ausschussmitglieder aufgeben. 
In den folgenden Jahren hielt der Aufwärtstrend an. Die Mitgliederzahlen steigen, die innovativen Aktivitäten halten an. Projekte mit Schulklassen (Vogelscheuchenbau) oder Traktor–Oldtimer–Treffen bei der Blütenwanderung runden unser Programm ab. Auch durch Gültsteiner Gärten touren zeigte interessante Einblicke in Bereiche, wo sonst keiner Zugang hat. 
2007 hat die Wahl eine weitere Frau in unser Gremium gebracht. Mit Christine Egeler wurde die Kassenverwaltung neu besetzt, nach dem Rudi Asch nach 12 Jahren sein Amt abgegeben hat. Dieter Zischeck wurde als weiteres Ausschussmitglied in das Vorstandsgremium gewählt.
2008 haben wir direkt neben dem Hutner Häusle im Gültsteiner Baumfeld 2 Baumgrundstücke erstanden. Hier demonstrieren wir den Schnitt für unsere Mitglieder und Interessierte. Gebaut wurde im Rahmen der Blütenwanderung eine kleine Behausung für Nützlinge.      
2009 wurde Reinhold Oswald neu in den Ausschuss gewählt.

2010 gab es einen Wechsel an der Spitze des Vereins. Nach 14 Jahren als 1. Vorsitzender wurde Helmut Plaz von Andreas Glasbrenner abgelöst. Die vakante Stelle des 2. Vorsitzenden übernahm Günter Wörn, die Schriftführung Günther Vetter und die Kassenverwaltung Jutta Roller.

Im Januar 2016 haben wir eine Mitgliederzahl von 269 Personen, wobei diese 41 Familien- und 19 Jugendmitgliedern beinhalten.